Aelplergesellschaft Ennetbürgen
Hl. Wendelin

 

Heiliger Wendelin

Schutzpatron der Bauern

Der Hl. Wendelin (gest. 617) ist der Schutzpatron der Bauern, Hirten und Schäfer. Er wird gegen Viehseuchen und zum Schutz der Felder angerufen. Nach der Legende soll Wendelin ein Königssohn gewesen sein. Er verliess sein Elternhaus und liess sich in der Nähe von Trier als Eremit nieder. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, verdingte er sich bei den Bauern als Hirte und führte als solcher ein heiligmässiges Leben. Deshalb wählten ihn die Mönche des nahen Klosters Tholey im Saarland zu ihrem Abt.

Es ist also keineswegs falsch, wenn die Wendelinfigur ein königliches Gewand trägt. 

 

 

Weitere Hintergrundinformationen

Wendelin (lat. Wendelinus, auch Wendalinus, ung. Wendel) ist ein katholischer Heiliger. Der Legende nach soll er im 6. Jahrhundert im Bistum Trier missionierend tätig gewesen sein. Das Grab Wendelins befindet sich in der Wendalinusbasilika in der nach ihm benannten Stadt St. Wendel.

Verschiedene Legenden ranken sich um Wendelin. Unter anderem wird er mit der heiligen Oranna in Verbindung gebracht, deren Bruder er gewesen sein soll. Auch soll er der Gründer und erste Abt der Abtei Tholey gewesen sein.

Wendelin soll aus königlichem Geschlecht stammen, sich jedoch für ein Leben im Dienste Gottes entschieden haben. Auf der Suche nach einem ungestörten Platz kam er bis in die Gegend von Blies und Saar. Dort traf Wendelin einen Edelmann, der ihn zu seinem Viehhirten machte. Wendelins Demut und Frömmigkeit beschämte den Edelmann, der dem Heiligen daraufhin in der Nähe eines Mönchsklosters eine Zelle erbaute.

Als Wendelin starb, so die Legende weiter, begruben ihn die Mönche. Am nächsten Morgen lag der Leichnam jedoch neben dem Grab. Man legte den Toten auf einen Ochsenwagen und ließ die Tiere den Weg suchen. Die Ochsen zogen den Wagen zu Wendelins alter Betstatt, wo er schließlich seine Ruhe fand.